SUNDAY, APRIL 30, 2017

Mandan Indianer



Mandan-IndianerDie Mandan nannten sich selber >> Numahkahke<< In der Dokotasprache bedeutet Mandan Fasanenvolk. Sie gehören des Sioux – Sprachfamilie an und waren ein hochkultivieter ackerbautreibener Volksstamm. Die Mandan lebten am oberen Missouri in North Dakota.

Neben dem Ackerbau gingen sie der Antilopen – und Bisonjagt nach und ergänsten ihre Nahrung durch den Fiscgfang, für den zahlreiche Fischfanggeräte angefertigt wurden. Ein besonderer Leckerbissen war für die Mandan der Wels.

Ihre Dörfer bauten sie an Steilufern des Missouri in der nähe der heuteigen Stadt Bismark. Sie wohnten in kuppelförmigen Erdhütten, die auf der Landseite mit Erdwällen oder Holzzäunen befestigt wurden. Das Kauptdorf Mihtutta-Hangkush bestand aus 60 Erdhütten und ´war der Wohnsitz des Bedeutenden Häuptling der Mandan – Mato Tope = Vier Bären.

Auf Büffelhäuten wurden die wichtigsten geschichtlichen Ereignisse mit Hilfe der Bildscgrift aufgemalt. Für die Überquerung bzw. für Fahrten über Flüsse und Seen wurden runde, aus Bisonhäuten gefertigte Booten, sogenannte Bullboote verwendet. Aus Berichten von Pelzhändlern und Forschern waren die Mandan friedfertig, gastfreundlich und lieberswert. Sie besaßen den reichsten Schatz an kulturellen Tänzen aller westlichen Stämme und hatten bemerkenswerte sakrale Gewänder. So begingen die jungen Burschen den Sonnentanz, durch den sie zum Krieger wurden, die Frauen vollführten den Tanz der Weißen – Büffel – Gesellgeschaft, die Bisongesellschaft den Büffeltanz und es gab noch viele andere rituale Tänze. An dieser Aufzählung ist zu erkennen, Dass bei den Mandan verschiedene Ritualtänze von Männern und andere Tänze von Frauen ausgeführt wurden.

Bevor Weiße in das Stammesgebiet der Mandan eindrangen , wurden die Mandanen von der Cholera und den Blattern heimgesucht. Von den neun Dörfern, die um 1750 existierten, gab es Anfang des 19.Jahrhunders nur noch zwei. Im Jahr 1837 wurden die letzten 1600 Mandan erneut von einer Epidemie ereilt, die sie fast ausgerottet hätte. Die letzten 140 Überlebenen schlossen sich den Hidatsa an. Heute leben die Mandan in Montana und Ihre zahl stieg wieder auf 1600 Personen.

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