TUESDAY, FEBRUARY 28, 2017

Comanchen Indianer



Comanche-IndianerDie Comanchen sind ein Volksstamm der uto – aztekischen Sprachfamilie vom Zweig der Shoshone, der vor Entdeckung Amerikas auf der Primitiven Kulturstufe von steinzeitlichen Jägern und Sammlern stand.

Etwa 12000 Stammesangehörige wurden im Jahre 1820 bei einer Zählung registriert. Als sehr kriegerisch wurde der Vloksstamm eingeschätzt, der ca.3000 Krieger aufbringen konnten. Die Comanchen waren ein Prärievolk, welches als die besten Reiter vonganz Amerika galten. Wie alle Nomaden zogen sie in den Plains den Büffelherden nach. Ihre Jagtgründe lagen zwischen dem Oberlauf des Arkansas im Norden und den mittleren und östlichen Plains von Texas im Süden. Die östliche Grenze bildet die Hochebene von Liano Estacado und im Westen endet ihr Stammesgebiet am Rio Pecos. Die Comanchen waren einst Shoshoni, hatten sich aber von der Hauptgruppe gelöst und waren von den Rocky Mountains in den Süden gewandert.

Als die Spanier Pferde einführten gelang es den Comanchen um das jahr 1650 einige dieser Pferde von den Apachen zu rauben. das Pferd, welches die Präriekultur ermöglichte, wurde von den Comanchen aller Ehrfurcht als Iaquo = Gotteshunde bezeichnet. Um das Jahr 1680 besaß der gesamte Stamm Pferde. Nun begannen sie in die spanischen Siedlungen vom Rio Grande del Norte und in New Mexico zu überfallen. Sie schnitten die Nachschubwege ab, schalteten militärische Stationen aus, griffen alles an was sich ihnen in den Weg stellte und zerstörte Missionen. Mit ihren ständigen Überfällen, die mehr alshundert Jahre andauerten, konnten sie die Spanier bis zum Rio Grande zurücktreiben. Für die Comanchen war der Kampf das Wichtigste im Leben. Die einzige ehrenhafte Form des Kampfes war der Angriff, Rückzug oder Aufgabe waren schimpflich und so gut wie ausgeschlossen.

Die Comanchen griffen, nachdem sich die Mexikaner von den Spaniern befreit hatten, auch diese an. Im 19. Jahrhundert überfielen sie auch Gebiete die weit im Süden von Mexiko lagen. Ein Comanche durfte sich erst Krieger nennen, wenn er in Chihuahua, Durango oder Zacatecas gewesen war, um dort Frauen, Kinder, Skalpe, Pferde oder Maultiere zu rauben. Sie griffen auch größere Städte an, dabei bestand eine Kriegerhorde aus nur 100 Personen. Als sich Texas von Mexiko löste, begannen, die Kriegszüge auch gegen die Texaner. Sie vertrieben ebenso die Nachbarstämme, wie die Apachen – Navaho – Cherokee – Pawnee u.a. aus ihren Büffeljagtgründen. Die Weißen nannten die Comanchen >> Lords of the Plains<< die Edelen der Steppe.

Die Comanchen brachten einige große Häuptlinge in ihrer Geschichte hervor. Hätte einer von ihnen versucht den Stamm zu einigen und eine Comanchen – Nation oder eine andere Regierungsform zu errichten, so wäre er an der Entfernung, die zwischen den einzelnen Stämmen lag, gescheitert. 700 Kilometer lagen zwischen ihren Jahgtgünden und so wußte ein Stamm nicht von der exitenz des anderen. Der Stamm der Comanchen war aber in Hauptgruppen eingeteilt. Im Norden ihres Stammesgebietes waren die Jagtgründe der Yamparika, im Osten die der Tanima, Nordwestlich waren die Kwahadi heimisch und im Westen die Kotsoteka und die Penateka und Nokoni im Süden.

Etwa 100 Personen gehören zu einer Horde der Comanchen wie es auch bei anderen Plain – Stämmen üblich war. Streit in einer Familie oder Horde gab es nur wenig. Auch Diebstahl , raub oder Mord kannten die Comanchen nur äußerst selten. So halfen sich die einzelnen Clans, Horden oder auch der Stamm untereinander. Das gesamte Gut war Gemeindegut und die Jagtbeute wurde sowieso unter den Stammesmitgliedern verteilt. Ausnahme bildeten geraubte Pferde und Maultiere wie auch Gefangene. Sie gehörten dem Krieger, der sie gemacht hatte. Die gefangenen wurden in den ersten Drei Tagen den Frauen zur Marterung übergeben.

Die Comanchen verehrten keine Gottheit, huldigten aber den Großen Geist. Jedoch diente jeder Comanche seinen Hausgott, der Puha oder Macht genannt wurde. Der Puha konnte in jedem lebendigen wie auch toten Gegenstand verkörpert sein. Der Große Geist war sichtlich im Zeichen der Sonne. Wenn ein Comanche rauchte, ging der erste Zug der Sonne entgegen, um ihr eine Art Tribut zu zollen. Der zweite Zug galt Mutter Erde, als die Spenderin allen Lebens. Und erst dann kam Puha. Auch den Büffel wurden geheimnisvolle Kräfte zuerkannt. Cojote und der Präriewolf galten als Bruder, die einem Krieger vor Gefahren waren. Ferner wurde von den Comanchen der Donnervogel verehrt.

Wenn ein Mann eine Frau haben wollte, so mußte er seine künftige Braut ihrer Familie abkaufen, jedoch die Zustimmung von ihr selbst war noch erforderlich. Begang eine Frau einen ehebruch, so wurde ihr die Nase aufgeschlitzt. Ein Mann durfte so viele Frauen haben, wie er ernähren konnte. Bei den Comanchen gab es eine Arbeitsteilung. Die Frauen verrichteten die Hausarbeit, der Mann hingegen stellte seine Waffen her, repaierte sie ging auf die Jagt oder schloß sich Kriegszügen an. Zu Pferd waren die Comanchen hervorragende Reiter, jedoch zu Fuß hatten sie durch ihre Größe einige Nachteile. Verfehlte eine Lanze ihr Ziel, so zog ein Krieger sie einfach an dem befestigten Roßhaarseil zu sich zurück.

Ein Krieger konnte mit Pfeil und Bogen 20 Pfeile auf 50 Schritt in der Minute versenden, Die zielsicher trafen. Auch das Wurfseil warfen sie geschickt. Wenn ein Comanchen – Krieger vom Pferd aus kämpfte, ließ er sich einfach zu einer Seite herunterhängen und bot dem Gegner kein Ziel. Er hielt sich dabei an dünnen, starken Roßhaarstricken fest, die um den Hals des Tieres hingen und konnte aus der Deckung heraus weiterhin den Gegner Beschießen. Für die Comanchen waren alle Stämme Feinde, die keine stolzen Nomaden waren. Ihre ärgsten Feinde waren die menschenfressenden Tonkawa, die sie auf jeder erdenklichen Weise verfolgten. Auch ihre Freunde die Kiowa waren bis 1790 ihre Feinde, erst dann schlossen beide Stämme einen dauerhaften Frieden. Sie lebten von da an im gleichen Jagtrevier.

Mit den Apachen lebten sie nur zeitweilig in Feindschaft. Eine regelrechte Erbfeinschaft gab es zwischen beiden Volksstämmen jedoch nicht. Auch mit Europäern, und zwar den Deutschen aus Friedrichsburg, schlossen die Oberhäuptlinge der Comanchen 1847 einen Friedensvertrag, der nie gebrochen wurde. Der Vertrag beinhaltete auch, dass die comanchen die Deutschen beschützen, Personen beider Nationen an jeden Ort hindurften, dass die Comanchen mit den Bewohnern aus friedrichtsbrg und den anderen Städten Handel trieben durften und ferner schlossen sie auch noch einen gegenseitigen Beistndspakt.

Ihre erste große Niederlage erlitten die Comanchen in den sechziger und siebziger Jahren des 19. Jahrhunders als Colonel Kit Carson bei Adobe Walls in Texas Pan Handel sie vernichtend schlug. Durch diese Niederlage mußten die Comanchen im Oktober 1865 einen Friedensvertrag mit den Vereinigten Staaten schießen. Drei Jahre später war Oberhäuptling Ten Bear gezwungen einen zweiten Vertrag zu unterzeichnen, der das Stammesgebiet wiederum verkleinerte. Nur drei Stämme der Comanchen hatten die Verträge akzeptiert, die anderen Comanchen – Stämme zogen als Nomaden weiterhin durch die Plains und unternahmen Überfälle. Der Höhepunkt der Kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Comanchen und Weißen gab es im Mai des Jahres 1871 im sogenannten Salt – Creek – Massker. Im Anschluß sollten alle Indianer befriedigt werden.

Die Kwahadi unter ihrem Führer Quanah Parker wurden von Colonel Mackenzie verfolgt. Sie konnten aber über den Blanco Canyon in die Liano Estacado entkommen und ihre Verfolger abhängen. Colonel Mackenzie überfiel am 29 September 1872 das zeltdorf der Kwahadi unter Bull Bear sie wurden gezwungen in die reservation zu gehen. Nach einem Sommentanz griffen die verbündeten Kiowa, Comanchen und Cheyenne 1874 ein Büffeljägerlager in Adobe Walls an. Trotz einer Übermacht konnten sie das Lager nicht einnehmen und eine anschießende Belagerung wurde abgebrochen. Von vier Seiten rückten unu die Truppen gegen die verbündeten stämme vor. Colonel Miles kam von Fort Dodge und marschierte nach Süden, Colonel Mackenzie von Fort Concho Und zog nach Norden, von Fort Bascan kam Major Price, der sich nach Osten wandte und von Fort Still näherte sich Colonel Davidson sowie von Fort Richardson Colonel Buell, die beide nach westen zogen.

Colonel Mackenzie gelang es 1874 einen großteil der Comanchen im Palo duro Canyan zu stellen und ließ einige von ihnen gefangennehmen. Quanah Parker ergab sich aber erst am 8.6.1875. Black Horse – Häuptling der Kwahadi brach mit 170 Gefolgsleuten Ende Dezember 1876 aus der Reservation aus und wanderte in die ehemahligen Jagtgründe den Liano Estacado. Hier wurden sie bereits im Frebruar 1877 nahe Lake Quemado von Captain Lee und seinem 10. Kavallerie – Regiment besiegt. Die letzten 1500 Comanchen von einst 12000 Stammesmitgliedern wurden im Indianerreservat untergebracht. Im jahre 1910 lebten noch 1460 Comanchen. Bei einer Zählung 1985 war die Befölkerungszahl auf 3640 Personen wieder angewachsen.

Die Häuptlinge der Comanchen waren:

  • Black Horse
  • Bull Bear
  • Gap in the Woods
  • Iron Jacket
  • Isatai
  • Milky Way
  • Quanah Parker
  • Ten Bears
  • Tosawi
  • Voice of the Sunrise.

 

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