MONDAY, OCTOBER 23, 2017

Haida Indianer



Haida-IndianerDie Haida sind ein Volksstamm der Na – Dene – Sprachfamilie. Sie lebten auf den Queen Charlotte Islands – größte Inselgrupe vor der Küste von British Kolumbia – und in einem direkt im Norden daran anschließenden Gebiet in Alaska. Das Wort >> Haida << wird auch für Völker angewendet, die sich der Haida – Sprache bedienten. Verwandte Sprachen sind die der Tlingit und Tsimshia.

Ihre Wohnstätten waren kulturell hochentwickelte Dörfer, in denen fünfzehn Meter hohe Totempfähle errichtet waren. Hauptnahrungsquelle war der Fisch, sie jagten aber auch in stattlichen Kanus Seehunde. Wie andere Völker der Nordwestküste lebten sie vor allem vom Lachsfang und wichtige pazifische Lachsarten. Aber auch Heilbutt – Schalentiere – Seesäuger, wie Tümmler – Robben – Seelöwen – Seeotter waren ebenfalls Teil ihre Nahrungskette. Dazu kamen noch Pflanzenprodukte, wie Beeren – Wurzeln – Tang – Schierling und Fichtenrinde und landtiere, wie Karibu – Biber – Bär – Hirsch – Vögel und deren Eier.

Die frauen sammelten die Beeren und wurzeln, bereiteten die Mahlzeiten, konservieten, gerbten die Felle, stellten die Kleidung und Körbe her. Die Männer fischten, jagten, bauten die Häuser und große Kanus, fertigten die Schnitzarbeiten an und volbrachten die imposanten Malereien. Korbhüte wurden von den Frauen hergestellt und von den Männern bemalt. Die Muster glichen denen anderer Stämme der Nordwestküste, besonders bekannt war und ist auch heute noch die Holzschnitzkunst der Haida. Hervorzuheben sind besonders ihre berühmten Totempfähle, aber auch ihr Geschick im Boot – ud Holzhausbau.

Die großen Blankenhäuser sind im Besitz der Lineages. Eine politische allumfassende Organisation gab es nicht, regionale Dorfzusammenschlüsse waren die Regel. In Clane war die Dorfgemeinschaft geteilt. Säugetiere und Vögel bestimmten die wichtigsten Wappen, aber auch Naturerscheinungen konnten einen Clan den Namen geben, wie Abendhimmel, oder Regenbogen. Im Clan waren die Angehörigen in eine hierarchischen Klassengesellschaft mit hohen Rangunterschieden und Zeremomonien, die mit dem Status des einzelnen zusammenhing, gegliedert. Die Zeremonien waren fete, Tanzaufführungen und Potlache, bei denen man durch Verteilung und entsprechende Darbietung von Objekten des Wolhstandes Ansehen und einen bestimmten Status erreichten bzw. erhalten wollte. In schönen Schalen und Gefäßen wurde den Gästen besondere Speisen gereicht. Zu den Tänzen wurden kunstvolle Masken und Kopfschmuck getragen und Musikinstrumente wie Trommeln, Rasseln, und Flöten begleiteten die darbietung. Die Haida legten Wert auf ästhetische Vollkommenheit.

An der Nordwestküste kam das gesellschaftliche Gleichgewicht nach Ankunft der Weißen aus den Fugen, massenhaft fabrizierten Ramsch kam unter die Indianer so das ihre heiligen Zeremonien an Bedeutung verloren. erster Kontagt mit Europäern fand im Jahre 1774 statt, als spanische entdecker die Queen Charlotte Inseln erforschten,ihnen folgten die Amerikaner und engländer unter ihnen der berühmte englische Seefahrer James Cook. 6000 Stammesmitglieder zählte der Stamm 1834, nur fünfzig Jahre später war die Zahl durch Pocken auf 800 gesunken, 590 Personen wurden 1935 registriert bevorire Zahl wieder anstieg. 1500 Haida wurden 1968 in Masset registriert.

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