TUESDAY, FEBRUARY 28, 2017

Black Feet Indianer



Schwarzfuss-IndianerDie Blackfoot = Schwarzfüße – Indianisch – Siksika. Nicht verwechseln mit dem Zweigstamm der Dakota, den Blackfeet.

Sie sind ein stamm der Algonkin – Sprachfamilie und tragen ihren Namen von der schwarzfärbung der Mokassins durch Asche von Präriefeuer. Die Blackfoot lebten im Nordwesten der Prärie ötlich der Rocky Mountains. Ihr Stammesgebiet ersterckte sich im Norden tief hineinin die Provins Alberta in Kanada und bis nach Montana USA im Süden. Sie unterteilten sich in mehrere Untergruppen, zu denen die mächtigen Nord- und Süd – Pingan, die Blood ( Kainah) und die Blachfoot gehören.

Die Blackfoot wehrten sich erbittert gegen das Eindringen feindlichen Stämmen und auch gegen die Weißen. Unter ihrer Schutzherrschaft standen die Gros Ventros ( Atsina) und der kleine Stamm der Sarsi. Die Stämme waren in verschiedene Unterstämme gegliedert, die von einem gewaltigen Häuptling und Sonnenpriester ( Mina maska) angeführt worden. Jeder dieser Unterstämme unterstand außerdem einer Hauptversammlung (Exkinoya) die einmal im Jahr während des religiösen Sonnentanzes ( Sun Dance ) zusammentrat. Die Männer der Blackfoot wurden in Bünde zusammengefaßt, die aus sieben Rängen bestanden.

Die Mitgliedschaft in den Bünden wurde durch besondere Abzeichen ausgedrückt und war mit bestimmten Vorrechten verbunden. Der siebente Rang war zugleich der qualitative Höchste und erlaubte den Zutritt zur Ratsversammlung. Den sechsten Rang bildeten die Häuptlinge und Unterhäuptlinge der stämme und Unterstämme, die die exekutive Polizeigewald und legislativen Ratsbeschlüsse ausführten. Der fünfte Rang war für die Jagt und die Auswahl des Lagerplatzes zuständig und verantwortlich. Die vier untersten Ränge bildeten die Krieger, In jedem Rang dieser Rangs mußte ein Krieger vier Jahre gedient haben, um ja nach ihren Taten und Fähigkeiten in den nächsthöheren aufstiegen.

Die Blackfoot waren von großer muskulöser Statur, hatten lange schwarze Haare und besaßen große Augen. Sie kleideten sich in weiche Lederanzüge, die aus Antilopen,- Büffel,-oder Hirschleder bestanden. Ihre Behausung war das Tipi. Eine Dauerbehausung sowie den Ackerbau kannten die Blackfoot nicht – das Sammeln von Tabak für zeremoniale Zwecke bildete eine Ausnahme. Die Lebensweise der Blackfoot geht auf eine Zeit zurück, wo sie noch zwischen den Quellflüssen des Saskatchewan River lebten und weder das Kanu und das Pferd kannten. Auch ihre Bewaffnung war Primitiv. Nach der Hochzeit zog ein Paar in das Zelt des Mannes.

Das Pferd hielt 1730 Einzug als die Schoschonen die Piegan überfielen. Von diesen Zeitpunkt an galt Pferdediebsthal als höchste aller tugenden. Die blackfoot waren bald bekannt für ihre großen Pferdeherden, die sie selbst >> Elchhund << -Herden nannten. Je nach wieviel ein Mann Pferde besaß, entschied über seinen sozialen Status. Unter fünf Pferde gehörte er zu unteren Klasse und wenn er mehr als 40 Pferde gesaß, gald er als reich. Den Bestand an Pferden konnte ein Krieger nur im Kampf bzw. durch Stehlen von Pferden bei Nachbarstämmen erhöhen. hatte ein Mann eine größere Familie zu ernähren und besaß weniger Pferde, konnte er durch eine Pachtgebühr Tiere ausleihen. Die Blackfoot waren ein ausgespochenes Prärievolk, welches in einem Gebiet lebte, dass reich an Büffel, Antilopen und Rehwild war und sich gut zur Pferdezucht eignete. Als im Jahre 1750 die ersten weißen Pelzhändler bei den Blackfoot waren ihren Feinden nicht nur an Zahl und Pferde und waffen überlegen, sondern auch in ihrem taktischen Geschick. Bei ihren Raubzügen drangen sie nach Norden und Süden bis an die Mexikanische Grenze vor. Sie machten auch nicht vor den Fleathead und Kutenai halt. Die Blackfoot standen ständig im Krieg mit ihren Nachbarn, – Assiniboin, – Cree, – Cheyenne, – Crow, – Ojibwa, – Schoschonen – Sioux sowie den Kutenai und Flatheads ( beide Felsengebirgsplatau) aber auch gegen die Engländer – Franzosen – Amerikanern – Trappern – und Peltgesellschaften ( Hudson Bay Company) der schottischen Northwest Company – American Fur Company wurden unerbittliche Kämpfe geführt. In späteren Jahren erhielten zwei englische Handelsgesellschaften die erlaubnis auf dem Gebiet der Blackfoot Stationen zu errichten. Die Bevölkerungszahl der Blackfoot wird im Jahre 1830 auf 18000 Stammesangehörigen geschätzt. Zu dieser Zeit verhinderten sie immer sie immer noch erfolgreich das Eindringen von Trappern auf ihrem Gebiet.

Blackfoot – Unterstämme – >> Blood << – >> Piegan <<

Einige geschichtliche Ereignisse:

1832

Greifen die Blackfoot das Große Trappertreffen bei Pierre Hole an und erhalten von den Trappern mit ihren zielsicheren Gewehren eine verlustreiche Niederlage. 20 Jahre lang unterlassen die Blackfoot daraufhin Angriffe aud die Weißen.

1836

Brechen bei den Blackfoot die Blattern aus, die fürchterliche Krankheit der Weißen. Diese Seuche hatten plündernde Stoßtrupps eingeschleppt als sie von Streifzügen jenseits der Osrgrenze heimkerhrten. Mehr als die Hälfte der Stammesangehörigen starben. 1845 und 1857 wütete die Seuche erneut und verringerte die Bevölkerung auf ein Drittel ihrer einstigen Anzahl.

1855

Schlossen die Blackfoot mit ihren Feinden Dros Ventre, Flathead, Nez Perce und Gouverneur Stevens von Montana ein Friedensvertrag.

1861

Verkauften Handelsgesellschaften an die Blackfoot trotz Verbots Alkohol. Als Gegenleistung verlangten sie gestohlene Pferde und Rinder, was die Häuptlinge mit aller Macht verhindern wollen, um keinen Krieg auszulösen.

1864

Kam es zu Ausschreitungen junger Krieger, die von skrupellosen Händlern mit Feuerwasser zum Ungehorsam gegen die Häuptlinge überredet worden. daraufhin brach die Stammesführung zusammen und Prostitution und Ausstreitungen jeglicher Art waren die Folge.

1870

Wurde das Zeltlager der Süd-Piegan, welches von den Häuptlingen Bear Chief und Red Horn geführt wurde, von Colonel Baker und seinem zweiten Kavallerierregement im Morgengrauen angegriffen und vernichtend geschlagen. Die meisten Blackfoot, die des Massaker überlebten, wanderten nach Kanada aus. Die Blackfoot, die in den USA blieben, wurden im nördlichen Montana im Piegan-Reservat, das Mitte der 60er Jahre für die Süd-Piegan errichtet worden war angesiedelt. Die nach Kanada geflohenden Blackfoot fielen fast 14 Jahre lang in Montana ein, um Büffel zu jagen, die es dort noch ausreichend gab.

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