SUNDAY, APRIL 30, 2017

Piegan Indianer



Piegan-IndianerDas Wort Piegan bedeutet – Fasan – . sie gehörten der Stammesgruppe der Algonkin-Blackfoot an. Die Piegan teilten sich so wie die Cheyenne und Arapaho in die mächtigen Stämme der Nord und Süd Piegan. Die Süd-Piegan lebten im Südlichen und südöstlichen Stammesgebiet der Blackfoot Indianer.

Hier mußten sie sich den ständigen feindlichen Bemühungen mit Büffeljägerstämmen erwehren, die bereits Pferde Hatten und ihnen ihr Land streitig machen wollten. Diese Stämme fielen in das Gebiet der Süd-Piegan ein und brachten mit den Pferden unerfahrene Blackfootstämme eine schwere Niederlage bei. Nun überfielen die Piedan ihrerseits ihre Überlegenden Nachbarn und raubten soviel Pferde, das ihreKrieger ab diesem Zeitpunkt an beritten waren und noch eine eigene Pferdezucht aufbauen konnten.

Kurze zeit später waren die Piegan ihren Nachbarn, was die Zahl der Pferde und in Hinsicht der Taktik zu Pferde bedarf, weit überlegen. Aber nun fiel ein neuer Feind in das Stammesgebiet der Nord-Piegan ein, und zwar die Cree und Assiniboin. Diese waren mit gewehren ausgerüstet, hingegen die Blackfoot-Stämme immer noch mit Pfeil und Bogen, Tomahawk und lanze kämpften.

Diesen Rückstand in der bewaffnung glichen aber sie durch ihre reiterkunst wieder aus. Erst als die Cree und Assiniboin die gesamte Nordgrenze angriffen, wurde die Lage der Piegan ernst, aber die vereibten Blackfoot-stämme konnten die Überfälle erfolgreich abwehren. Nachdem sie Waffen erbeutet oder eingetauscht hatten gingen sie zum Gegenschlag über und konnten die feindlichen linien durchbrechen.

Der mächtige Stamm der Süd-Piegan dehnte nun seine Raubzüge bis auf die Westseite der Rocky Mountains aus, da die hier beheimateten Stämme nur wenig Gewehre besaßen. Um das Jahr 1820 drangen weiße Trapper in das Gebiet der Süd-Piegan ein welche sofort angegriffen wurden. Die Piegan wurden von kanadischen Pelzhändlern, die in ihrem Stammesgebiet Pelzhandelstationen errichteten, in dieser Hinsicht unterstützen.

Bei Überfällen in den Jahren 1836-45-57 auf ihre Feinde, wurden die Blackfoot von einer blatterepidemie heimgesucht. dabei wurde ihre Anzahl von 10000 Personen auf ein Drittel dezimiert. Gegenüber den Weißen wurden sie stark geschwächt, aber ihre indianischen Feinde hatten auch unter der Seuche stark zu leiden, weshalb die Piegan ihren Einfluß behaupten konnten. Aber nicht nur die blattern hatten den Blackfoot-Stämmen stark zugesetzt, sondern auch der aus den Vereinigten Staaten illegal eingeführte Alkohol, der in Kanada verboten war.

Schwarzhändler verleiteten die Piegan von den Weißen Ranchern Pferde und Rinder zu rauben und gegen Alkohol eingetauscht. Die Häuptlinge waren zwar strikt gegen den alkoholmißbrauch, aber die Krieger verweigerten ihr Gehorsam. Im Norden von Montana wurde für die Süd-Piegan eine Reservation eingerichtet, aber der Verwalter war gegen die Ausschreitungen machtlos.

Im Jahre 1868 griffen die Bewohner Montanas zur slbsthilfe, um die Ordnung wieder herzustellen. Für sie waren die Süd-Piegan die Schuldigen, da sie in ihre Nähe wohnten und deshalb auch für die Überfälle ihrer nördlichen Stammesverwandten gerade stehen mußten.

Im Morgengrauen des 23.01 1870 überfielen Soldaten der Zweiten Kavallerie unter Colonel Baker aus Fort Ellis das friedliche Lager der Süd-Piegan unter Führung von den Häuptlingen Chief Bearund Red Horn im Mariatal. Bei diesem Massaker wurden 173 Süd-Piegan ermordet, nur 8 entkamen diesem Gemetzel.

Es traf die Süd-Piegan aber noch schlimmer, denn im gleichen Jahr des Massakers brachen erneut die Blattern aus. Damit war die Macht der Süd-Piegan gebrochen. Sie unterwarfen sich nun den Vereinigten Staaten und waren einverstanden, nie wieder die Grenze in Richtung Kanada zu überschreiten.

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